Nierensteine

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie 

Nierensteine entstehen, wenn sich gelöste Mineralsalze – vor allem Calcium, Oxalat oder Harnsäure – im Nierenbecken zu festen Kristallen zusammenlagern. Kleine Steine werden oft unbemerkt mit dem Urin ausgeschwemmt. Größere Steine können den Harnleiter blockieren und lösen dann heftige, krampfartige Schmerzen (Nierenkolik), Blut im Urin sowie Harnstau aus. Unbehandelt drohen Nierenschäden.

Behandlung
ESWL steht für Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie – ein Verfahren, das Nierensteine von außen, ohne Schnitt, zertrümmert. Hochenergetische Schallwellen werden gezielt auf den Stein gelenkt und zersprengen ihn in kleine Fragmente, die der Körper anschließend auf natürlichem Weg ausscheidet.
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Der Stein wird per Ultraschall oder Röntgen exakt lokalisiert und das Gerät präzise ausgerichtet.
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Ein Stoßwellengenerator außerhalb des Körpers sendet mehrere hundert bis tausend Impulse gezielt auf den Stein.
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Der Stein zerbricht in sandkorngroße Bruchstücke – das umliegende Gewebe bleibt weitgehend unberührt.
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Die Fragmente werden in den folgenden Tagen mit dem Urin ausgeschieden. Viel trinken unterstützt diesen Prozess.

ESWL eignet sich vor allem für Steine bis ca. 2 cm. Bei sehr großen, harten oder ungünstig gelegenen Steinen können ergänzend endoskopische Verfahren zum Einsatz kommen.


Vorteile
Was spricht für das Verfahren?
Kein Einschnitt
Der gesamte Eingriff erfolgt von außen – keine Narkose, keine Wunde.
Ambulant möglich
In den meisten Fällen kein Krankenhausaufenthalt erforderlich.
Schnelle Erholung
Alltag und Beruf können meist innerhalb weniger Tage wiederaufgenommen werden.
Wiederholbar
Bei Bedarf kann die Behandlung problemlos ein zweites Mal durchgeführt werden.