Harnröhrenverengung
Optilume® ist ein minimal-invasives Verfahren, das zwei bewährte Ansätze kombiniert.

Bei einer Harnröhrenstriktur (Harnröhrenverengung) ist der Kanal, durch den der Urin den Körper verlässt, verengt. Meist ist Narbengewebe die Ursache, das z. B. nach Verletzungen, Entzündungen oder Eingriffen entstehen kann. Die Folge: Der Harnstrahl schwächt sich ab, der Blasendruck steigt – es kann zu Harnverhalt, häufigem Harndrang und Harnwegsinfekten kommen.
Behandlung
Optilume® ist ein minimal-invasives Verfahren, das zwei bewährte Ansätze kombiniert: mechanische Aufweitung der Engstelle und lokale Medikamentenwirkung – in einem einzigen Schritt.
1
Ein dünner Katheter wird unter Sichtkontrolle (Endoskop) durch die Harnröhre bis zur Engstelle vorgeführt.
2
An der Verengung wird ein kleiner Ballon aufgeblasen, der die Narbe gezielt und schonend weitet.
3
Die Ballonoberfläche ist mit dem Medikament Paclitaxel beschichtet. Es hemmt das Nachwachsen von Narbengewebe direkt an der behandelten Stelle.
4
Nach kurzer Einwirkzeit wird der Ballon entfernt – in der Regel unter lokaler Betäubung, ambulant oder kurz-stationär.
Ob das Optilume®-Verfahren geeignet ist, hängt von Länge, Lage und Ursache der Striktur ab.
Vorteile
Was spricht für das Verfahren?
Geringere Rückfallrate
Das Medikament reduziert die erneute Narbenbildung gezielt und dauerhaft.
Kein offener Eingriff
Im Gegensatz zur operativen Harnröhrenplastik ist kein Schnitt erforderlich.
Kurze Erholung
Rasche Rückkehr in den Alltag, da kein großer operativer Aufwand nötig ist.
Alternative zu Bougierung
Besser als wiederholtes mechanisches Dehnen ohne Medikament – nachhaltigeres Ergebnis.
