Nierensteine

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie 

Nierensteinzertrümmerung mit ESWL

Nierensteine gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Harnwege. Sie entstehen, wenn sich im Urin gelöste Mineralstoffe und Stoffwechselprodukte wie Calcium, Oxalat oder Harnsäure in der Niere ablagern und zu festen Kristallen zusammenwachsen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Nierensteinen zählen eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme, bestimmte Ernährungsgewohnheiten, Stoffwechselerkrankungen sowie eine familiäre Veranlagung.

Die Größe von Nierensteinen kann stark variieren. Während kleine Steine oft nur wenige Millimeter messen und unbemerkt mit dem Urin ausgeschieden werden, können größere Nierensteine mehrere Zentimeter groß werden und erhebliche Beschwerden verursachen.

Symptome bei Nierensteinen

Kleine Nierensteine bleiben häufig symptomlos. Gelangt ein Stein jedoch in den Harnleiter und behindert den Urinabfluss, kann eine sogenannte Nierenkolik entstehen. Diese zählt zu den stärksten Schmerzformen überhaupt.

Typische Symptome von Nieren- und Harnleitersteinen sind:

  • Plötzlich auftretende, starke Flankenschmerzen
  • Krampfartige Schmerzen mit Ausstrahlung in Unterbauch oder Leiste
  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Häufiger Harndrang
  • Harnstau und eingeschränkter Urinabfluss

Wird ein Harnleiterstein nicht rechtzeitig behandelt, können Infektionen der Harnwege, Nierenbeckenentzündungen oder dauerhafte Schäden der Niere die Folge sein. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Nierensteinen ist daher besonders wichtig.

 

Behandlung

Zur Behandlung von Nierensteinen und Harnleitersteinen setzen wir in unserer urologischen Praxis in Bochum die bewährte Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) ein. Dieses moderne Verfahren ermöglicht eine effektive und schonende Nierensteintherapie ohne operativen Eingriff.

Was ist eine ESWL-Behandlung?

Die ESWL (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem Nierensteine von außen mithilfe hochenergetischer Stoßwellen gezielt zertrümmert werden. Da kein Schnitt und keine Operation erforderlich sind, gehört die Stoßwellentherapie zu den schonendsten Methoden der Nierensteinbehandlung.

Während der Behandlung werden die Stoßwellen präzise auf den Nieren- oder Harnleiterstein fokussiert. Durch die wiederholten Druck- und Zugkräfte zerfällt der Stein in kleine Fragmente, die anschließend auf natürlichem Weg über die Harnwege ausgeschieden werden können.

Vorteile der Stoßwellentherapie (ESWL)

  • Schonende Behandlung ohne Operation
  • Kein Hautschnitt erforderlich
  • Kurze Behandlungsdauer
  • Schnelle Erholung nach dem Eingriff
  • Bewährtes Verfahren zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen
  • Hohe Erfolgsrate bei geeigneten Steinbefunden

Die ESWL eignet sich insbesondere für Nierensteine und Harnleitersteine bis etwa zwei Zentimeter Größe. Bei sehr großen, besonders harten oder ungünstig gelegenen Steinen können ergänzende endoskopische Verfahren oder operative Maßnahmen erforderlich sein.

Ihr Spezialist für Nierensteinbehandlung in Bochum

Wenn Sie unter Beschwerden durch Nierensteine leiden oder der Verdacht auf einen Harnleiterstein besteht, beraten wir Sie gerne in unserer urologischen Praxis in Bochum. Durch moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Therapiekonzepte bieten wir Ihnen eine effektive und möglichst schonende Behandlung von Nierensteinen.

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Lokalisierung und Lagerung

Vor Beginn der Behandlung wird die genaue Lage des Steins mithilfe von Ultraschall- oder Röntgenaufnahmen bestimmt. Anschließend wird der Patient so gelagert, dass die Stoßwellen den Stein optimal erreichen können. Die exakte Ausrichtung des Geräts ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
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Stoßwellenabgabe und Zerkleinerung

Ein außerhalb des Körpers befindlicher Stoßwellengenerator erzeugt mehrere hundert bis tausend hochenergetische Impulse. Diese werden gezielt auf den Stein gerichtet. Die Energie konzentriert sich dabei auf den Stein, sodass dieser in zahlreiche sandkorngroße Fragmente zerbricht. Das umliegende Gewebe wird dabei weitgehend geschont, da die Stoßwellen ihre größte Wirkung erst am Stein entfalten.
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Ausscheidung der Fragmente

Nach der Behandlung werden die entstandenen Steinfragmente in den folgenden Tagen oder Wochen über den Urin ausgeschieden. Um diesen Prozess zu unterstützen, sollten Patienten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In manchen Fällen können während der Ausscheidung leichte Beschwerden oder kolikartige Schmerzen auftreten. Regelmäßige Nachkontrollen stellen sicher, dass alle Steinreste entfernt wurden und keine erneute Verengung der Harnwege entsteht. Die ESWL bietet somit eine effektive, schonende und in vielen Fällen ambulant durchführbare Möglichkeit, Nierensteine zu behandeln und die Beschwerden der Betroffenen nachhaltig zu lindern.

4. Vorteile – Was spricht für das Verfahren?

  • Kein Einschnitt
  • Der gesamte Eingriff erfolgt von außen – keine Narkose, keine Wunde.
  • Ambulant möglich
  • In den meisten Fällen kein Krankenhausaufenthalt erforderlich.
  • Schnelle Erholung
  • Alltag und Beruf können meist innerhalb weniger Tage wiederaufgenommen werden.
  • Wiederholbar
  • Bei Bedarf kann die Behandlung problemlos ein zweites Mal durchgeführt werden.